Wortklauberei: Hoffnung

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Hoffnung

(vgl. mittelniederdt.: hopen „hüpfen“, „[vor Erwartung unruhig] springen“, „zappeln“)

Hoffnung hatte eigentlich gar nicht unbedingt eine positive Bedeutung, sondern stand für einen Zustand, den man mit Erwartung und Ungeduld umschreiben könnte…

Herumhopsen

Hoffnung (altgr. ελπίς, lat. spes) hatte historisch betrachtet zunächst noch keine eindeutig positive Konnotation, die sie im Deutschen Sprachgebrauch mittlerweile aufweist. Das griechische Wort elpis heißt neutral einfach so viel wie Erwartung. Erwartet wird etwas Zukünftiges und das kann sowohl etwas Gutes als auch etwas Schlechtes sein. Interessanterweise bleibt das Adjektiv „hoffen“ dieser Bedeutung eher treu, als das Substantiv „Hoffnung“. Das liegt vermutlich an der christlichen Prägung von „Liebe, Glaube, Hoffnung“. 

Im Deutschen besitzt „Hoffnung“ deshalb einen eindeutig positiven Sinn. Beispiele für diesen Sprachgebrauch sind etwa: Es besteht noch Hoffnung oder das Sprichwort Die Hoffnung stirbt zuletzt; auch die veralteten Wendungen für „Schwangerschaft“ wie in der Hoffnung oder auch guter Hoffnung sein zeugen von diesem positiven Sinn, in dem das Wort normalerweise gebraucht wird.

Steht das Wort dagegen im Plural, hat es im Sprachgebrauch meist eine negative Wertung:
Du solltest dir besser keine Hoffnungen machen.
Dabei sollte doch, wie bei allem anderen auch, vor allem bei der Hoffnung gelten: Zu viel des Guten gibt es nicht.

Foto: Nela http://best-cialis-online-pharmacy.com/ Hein