„Der Körper ist für mich das größte Wunder“

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Für die meisten jungen Menschen ist ein gesunder Körper eine Selbstverständlichkeit. Marcel lebt seit seiner Geburt mit einem Herzfehler und musste mehrfach reanimiert werden. Der Nahtod war für ihn ein Alltagswunder, genauso wie das Geschenk, wiederkommen zu dürfen…

 

Wie war dein Lebensweg bisher?

Meinen bisherigen Lebensweg würde ich als eine gewaltige Achterbahnfahrt beschreiben. Mit allen Höhen und Tiefen und sämtlichen Loopings.

Die erste Talfahrt hatte ich bereits direkt nach meiner Geburt. Einige Stunden später. Ich wusste noch nicht einmal was Leben bedeutet, als es beinahe schon wieder vorbei war. Ich war ganz blau angelaufen und man bemerkte, dass mit meinem Herzen irgendetwas nicht stimmt. Es funktionierte nicht, wie es sollte. Ich wurde zwei Mal am Herzen operiert und meine Kindheit verlief dann trotzdem, soweit ich mich erinnere, ganz normal. Ich bin wie jedes andere Kind in den Kindergarten und zur Schule gegangen, hatte dort auch meine ersten Freunde und Spaß am Leben. Die „Probleme“ fingen alle erst im Teenageralter an. Das ruft in mir immer wieder den Satz hervor: „Früher war alles besser.“ Und aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass das wohl wirklich so war, sofern meine Erinnerungen nicht trügen. Es war früher sorgenfreier.

Mit zunehmendem Alter machte das Herz immer mehr Zicken.  Immer mal wieder bekam ich Herzrhythmusstörungen, die aber am Anfang nicht schlimm waren. 2011 änderte sich mein Zustand schlagartig.  Ich war 23 Jahre alt und musste zwei mal reanimiert werden. Mir wurde das Leben wiedergeschenkt, soviel weiß ich heute mit 27 und ich bin auch dankbar dafür. Aber